alt text

Mobilitätspass erleichtert Zugang zum ÖPNV

Ein Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Verkehr zeigt neue Wege zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs auf. Seit 2019 ist dafür in vier Modellkommunen ein Mobilitätspass diskutiert worden. Das Gutachten wurde am 20. November der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Der Grüne Landtagsabgeordnete Manfred Kern begrüßt die neuen Erkenntnisse: „Um die Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir dringend eine gesteigerte Nachfrage im ÖPNV in Baden-Württemberg. Mit einem verbesserten Angebot können wir die Nachfrage steigern, hier brauchen die Kommunen unsere Unterstützung und vor allem mehr Mittel für Investitionen. Der Mobilitätspass ist hierfür ein sinnvolles Angebot an die Kommunen.“

 

Die Grundidee des Mobilitätspasses sieht vor, dass beispiesweise Kfz-Halterinnen und -Halter einen Beitrag bezahlen, für den sie ebenso ein ÖPNV-Ticket oder eine entsprechende Ermäßigung erhalten: den Mobilitätspass. Durch diese Beiträge kann dann das jeweilige ÖPNV-Angebot verbessert und eine Ticketermäßigung finanziert werden. Die Entscheidung, ob ein Mobilitätspass eingeführt wird, treffen die Kommunen.

 

Das Verkehrsministerium will mit den Erkenntnissen eine Rechtsgrundlage schaffen, um Kommunen die Entscheidung über die Einführung des für sie passende Finanzierungsinstruments zu ermöglichen. Ein Leitfaden und Informationsangebote sollen die Umsetzung unterstützten. So können Kommunen vor Ort die passende Finanzierungsform für mehr Busse und Bahnen gestalten.

 

„Mit dieser Initiative können wir eine neue und nachhaltige Finanzierungsquelle für den ÖPNV schaffen. Kommunen haben durch den Mobilitätspass die Möglichkeit attraktive Angebote individuell zu gestalten, egal ob in Metropolen oder im ländlichen Raum. Der Mobilitätspass ist ein guter Baustein innerhalb eines übergeordneten Landesmobilitätskonzepts, dass uns bei der Umsetzung einer ökologischen Verkehrswende zugutekommen kann“, so Kern.