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Kern und Bayaz prüfen mögliche Beschleunigungsmöglichkeiten der Baumaßnahmen auf der Salierbrücke

„Selbstverständlich haben wir die entstandenen Diskussionen um das verzögerte Bauende der Salierbrücke verfolgt und können die Sorgen verstehen, die sich die Menschen in der Region machen“, betonen der Bundestagsabgeordnete Dr. Danyal Bayaz und der Landtagsabgeordnete Manfred Kern. Nach der Mitteilung des Regierungspräsidiums über die verlängerte Baumaßnahme an der Salierbrücke haben die beiden Grünen Abgeordneten um Auskunft gebeten, welche Möglichkeiten es gibt, um die Bauarbeiten zu beschleunigen. Außerdem wollten sie wissen, wie man die Gegebenheiten für die Menschen in der Region möglichst angenehm gestalten könne.

 

Die Abgeordneten aus Schwetzingen Manfred Kern und Dr. Danyal Bayaz machen sich ein Bild über die Baumaßnahmen an der Salierbrücke
Baumaßnahmen auf der Salierbrücke

Im Februar besichtigen die Abgeordneten Bayaz und Kern die Bauarbeiten auf der Salierbrücke (Foto: RPK)

Bauarbeiten auf der Salierbrücke von Altlußheim nach Speyer

Baumaßnahmen auf der Salierbrücke (Foto: RPK)

Dom Speyer Salierbrücke

Blick Richtung Speyer von der Salierbrücke (Foto:RPK)

„Wir stimmen zu, dass ein weiteres Jahr Bauzeit durchaus eine Belastung für die Menschen in der Region darstellt, insbesondere für Pendlerinnen und Pendler“, erklären Bayaz und Kern. „Dennoch möchten wir uns darauf konzentrieren, produktive Lösungswege zu erarbeiten, um die Situation, an der wir nichts ändern können, so gut wie möglich zu gestalten.“ 

 

Darin seien sie sich mit dem Regierungspräsidium einig: „Sie können sicher sein, dass die Beteiligten alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten“, heißt es in dem Antwortschreiben von Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. Derzeit liefen einige Bemühungen, zusätzliche Arbeitskräfte zu verpflichten, um die Baumaßnahmen zu verkürzen. Dennoch sei eine Beschleunigung der Arbeiten leider nur in begrenztem Umfang möglich, heißt es weiter. Auch ein zusätzlicher Witterungsschutz sei geprüft worden, um witterungsunabhängig zu arbeiten. Dieser ist aufgrund der Windlasten jedoch nur in Teilbereichen umsetzbar. 

 

Der Shuttle-Service des Rhein-Neckar-Kreises sowie der Rettungsweg würden rege genutzt, bestätigte die Regierungspräsidentin. Diese Lösung trage dazu bei, die Brücke für Rettungskräfte und den ÖPNV auch während der Bauzeit nutzbar zu halten, heben die Abgeordneten hervor. Daher hatten sie um Prüfung gebeten, ob der Shuttle-Service verstärkt werden könne. Das Angebot müsse auch für die verlängerte Bauzeit zur Verfügung stehen. „Aus unserem Wahlkreis wurde der Wunsch nach finanzieller Beteiligung des Landes laut, um die anliegenden Kommunen zu entlasten“, betont Kern. Daher haben die Abgeordneten das Regierungspräsidium darum gebeten zu prüfen, ob das Land den Shuttle-Service bezuschussen könne. Außerdem fragten sie nach Hinweisen und Ansätzen, wie die betroffenen Menschen am besten mit der Situation umgehen sollten. „Eine zusätzliche Beteiligung des Landes an den ÖPNV-Kosten wurde bereits im vergangenen Jahr geprüft und ist leider nicht möglich“, heißt es in dem Schreiben des Regierungspräsidiums. Derzeit prüfe der Rhein-Neckar-Kreis als Verantwortlicher den weiteren Betrieb der Shuttle-Verbindung für die zusätzliche Bauzeit.

 

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie der Arbeiterinnen und Arbeiter spiele eine große Rolle, erklärt Felder abschließend. Vor diesem Hintergrund wünsche sie sich natürlich, dass eine Beschleunigung der Maßnahme, umsetzbar wäre. In der Realität müsste sie jedoch die tatsächlichen Bedingungen vor Ort berücksichtigen und könne sich daher nur innerhalb dieser Grenzen bewegen.

 

„Wir sind uns der Bedeutung der Salierbrücke bewusst und bedauern die längere Bauzeit“, erklären Kern und Bayaz. „Wir sind uns aber sicher, dass das Regierungspräsidium alles tut, um die Baumaßnahmen so schnell wie möglich abzuschließen und sind dankbar für die gute Kommunikation.“

 

Für Anfang Februar 2020 planen die beiden Abgeordneten eine Ortsbegehung an der Salierbrücke, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.