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Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes besucht Landtagsabgeordneter Manfred Kern die Tafeln in Schwetzingen und Hockenheim

Seit der Internationale Tag des Ehrenamtes im Jahre 1986 von der UN beschlossen wurde, findet er jährlich am 5. Dezember statt. Überall auf der Welt sollen an diesem Datum all jene im Mittelpunkt stehen, die der Menschheit durch ihr Ehrenamt einen unbezahlbaren Dienst leisten.

“Ehrenamtliches Engagement zählt zu den wichtigsten Grundlagen des guten gesellschaftlichen Miteinanders”, betont Kern. Als Zeichen der Anerkennung aller, die ehrenamtlich Verantwortung übernehmen, legt der Abgeordnete heute selbst Hand an und unterstützt die Teams der Tafelläden in Schwetzingen und Hockenheim tatkräftig bei ihrer Arbeit.

Zu seinen Aufgaben bei „Appel+Ei“ in Schwetzingen zählt am Vormittag neben dem Einräumen der Regale vor der Öffnung auch der Verkauf von Backwaren. Die gemeinsame Arbeit schafft für Manfred Kern eine ideale Plattform um mit Mitarbeiter*innen und Kund*innen ins Gespräch zu kommen. Insgesamt 2.000 bedürftige Menschen aller Altersgruppen bekommen bei Appel+Ei die Möglichkeit, günstige Lebensmittel zu erwerben. Das Einzugsgebiet des Tafelladens, der gemeinsam von Caritas und Diakonie betrieben wird, umfasst je nach Wochentag einen Radius, der bis weit über die Stadtgrenzen Schwetzingens hinausreicht. Bereits vor Verkaufsbeginn um zehn Uhr herrscht vor dem Laden reger Betrieb. Dabei fungiert Appel+Ei nicht nur als Lebensmittelgeschäft, sondern auch als Treffpunkt, an dem Neuigkeiten ausgetauscht werden.

Anders als in gewöhnlichen Supermärkten ändert sich das Sortiment bei Appel+Ei täglich. Welche Waren und wieviel davon zum Verkauf angeboten werden, entscheiden die Mitarbeiter*innen jeden Tag aufs Neue mit großer Sorgfalt. Appel+Ei zeichnet sich somit nicht zuletzt durch ein durchdachtes Sortiment aus, dessen Ziel es ist, möglichst vielen Wünschen gerecht zu werden. Die angebotene Ware kommt von den unterschiedlichsten Quellen. Neben großen Supermarktketten finden sich auch kleinere Betriebe wie Bäckereien, Metzgereien oder Gemüsehändler in den Partner und- Spenderlisten.

Nachmittags geht es dann nach Hockenheim zu der Tafel im Auchtergrund, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Kern wird dort von einem fröhlichen Helfer*innenteam empfangen, das komplett ehrenamtlich tätig ist. Kern erfährt von der Verwaltungsleitung einiges über die Organisation des Netzes von Tafelläden, die das DRK betreibt. Die drei Einkaufstage in der Woche sind so organisiert, dass an jedem Tag ein Drittel der Berechtigten aus Hockenheim und Umgebung Zugang erhält. Nur so lässt sich der Ansturm überhaupt bewältigen. Manfred Kern hilft dort, wo er kann, und unterstützt die Kunden dabei, Obst, Gemüse und Schokoladennikoläuse (die in Syrien lustigerweise „Baba Noel“ heißen) einzupacken, bevor diese sich schwer beladen auf ihre Fahrräder schwingen.

„Leider,“ beklagt Kern, „gibt es bislang von der Stadt Hockenheim kein Angebot für die Innenstadtbewohner*innen, um an den Einkaufstagen kostenlos mit dem Bus oder einem Sammeltaxi zum Tafelladen vor den Toren der Stadt zu gelangen.“ Er würde sich freuen, wenn die Stadt mithülfe, auf diese Weise den sozial benachteiligten Menschen Teilhabe und ein selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen.
Das Fazit des Abgeordneten am Abend ist dennoch positiv, und er zeigt sich dankbar: „Dieser Tag hat mir geholfen, mich nach den Wochen der Finanzberatungen in Stuttgart, wo man den Blick doch etwas weniger bei der Realität hatte, wieder auf heimischem Boden zu erden und den direkten Kontakt zu den Menschen zu bekommen.“

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