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Polizeireform: Erwartungen erfüllt – Zwei Stellen mehr in Hockenheim

Polizeipolitische Sprecherin der Grünen besucht auf Einladung von MdL Kern Reviere in Hockenheim und Schwetzingen

Schwetzingen/Hockenheim - Auf Einladung des örtlichen Landtagsabgeordneten der Grünen, Manfred Kern, war Petra Häffner, MdL aus Schorndorf und polizeipolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, vor wenigen Tagen zu Besuch bei den Polizeirevieren in Hockenheim und Schwetzingen, um sich über den Stand der Umsetzung der Polizeireform zu informieren, Fragen zu beantworten und Anregungen aus den Reihen der Polizei mit nach Stuttgart zu nehmen.

Nach dem Besuch sieht Petra Häffner die Erwartungen der Reform als erfüllt an: „Wie angekündigt sind nun pro Revier zwei bzw. drei Beamte mehr im Einsatz".  Als Auftrag aus den Gesprächen nimmt Häffner mit, dass in bestimmten Bereichen noch nachgesteuert werden muss:  „Die Reform ist ein laufenden Prozess. Nicht alle Reviere haben mit den gleichen Herausforderungen zu tun.  Manche Reviere haben besondere Aufgaben wie regelmäßige Einsätze bei Großereignissen wie Fußballspielen oder Begleitung von Schwertransporten - wie im Fall Hockenheim. Die Evaluation muss hier Abhilfe schaffen".

In Hockenheim wurden Häffner und Kern, die in Begleitung des Grünen Ortsverbandsvorsitzenden Reinhold Gottfried gekommen waren, von Revierleiter Manfred Krampfert empfangen. Krampfert erläuterte die Struktur seines Reviers, zu dem auch der Polizeiposten in Neulußheim gehört. Im allgemeinen sei man recht zufrieden mit dem doch überschaubaren Ausmaß der Kriminalität in Hockenheim und Umgebung, und auch die Großveranstaltungen auf dem Hockenheimring habe man bislang immer gut im Griff gehabt. Die durch die Polizeireform hinzugekommenen zwei Stellen wurden mit Freuden angenommen angesichts der Tatsache, dass von der Soll-Besetzung immer ein Teil wegen Fortbildung, Krankheit,  Mutterschaft oder Elternzeit fehlt. Probleme bereiten in diesem Zusammenhang die Anforderungen des Betonfertigteilwerks in Neulußheim, von wo aus ständig überbreite Schwertransporte in alle Richtungen abgehen, die jeweils durch eine Polizeieskorte zu begleiten sind. Hier würde man sich wünschen, dass solche Transportbegleitungen von besonders ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden, die beispielsweise beim Autobahnrevier Walldorf angesiedelt sein könnten.

Häffner und Kern sagten hierfür ihre Unterstützung zu.  Landtagsabgeordneter Kern bemerkte dazu noch: „Ein Gewerbegebiet ist schnell ausgewiesen, und ein Betonfertigteilwerk schnell genehmigt, zumal man steigende Gewerbesteuereinnahmen daraus erwartet. Die Belastung, die infolgedessen bei der Polizei entsteht, wird in der Regel nicht einkalkuliert."

In Schwetzingen wurden die beiden Abgeordneten von Revierleiter Hubert Böllinger und seinem Stellvertreter Michael Fahrer begrüßt. Das Revier, das sich im altehrwürdigen, denkmalgeschützten kurfürstlichen Marstall befindet, wird zurzeit umgebaut. So konnten die Gäste bereits den gerade neu eingeweihten Eingang an der Marstallstraße benutzen und einen Blick in die neue „Schaltzentrale" werfen, die mit allerhand Elektronik ausgestattet ist, um eine gute Vernetzung mit den anderen Dienststellen der Polizeidirektion Mannheim zu gewährleisten. Im zwanglosen Gespräch erfuhren die Abgeordneten einiges über die Abläufe, wie sie sich nach der Reform und dem damit einhergehenden Wegfall der Kriminalaußenstelle Schwetzingen ergeben haben. Die Frage von MdL Manfred Kern nach der Sicherheit für die Bewohnerinnen und Bewohner der Asylunterkunft in der Friedrichsfelder Landstraße beantwortete Hubert Böllinger: „Anzeichen wirklicher Kriminalität haben wir bisher dort nicht vorgefunden." Außer einer Sachbeschädigung und einigen nicht aufgeklärten Diebstahlsanzeigen habe es nichts gegeben, was ein ständiges Patrouillieren rechtfertigen könnte.

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