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Grünen-Abgeordnete Kern und Halder verurteilen persönlichen Angriff auf Landtagspräsidentin

„Gerade in Zeiten von Hass und Hetze müssen Gedenkstätten besucht und muss die Erinnerung gepflegt werden.“

Die Grünen Landtagsabgeordneten und Beauftragten der Fraktion für Gedenkstätten des Landes Baden-Württemberg - Manfred Kern und Willi Halder - verurteilen die Angriffe des AfD-Abgeordneten Sänze aufs Schärfste.

„Gedenkstätten sind Orte der Erinnerung an die grausame Zeit des Nationalsozialismus: Orte, an denen systematisch Unrecht geschah, wo Menschen ihr Leben lassen mussten, weil sie nicht dem nationalsozialistischen Menschenbild entsprachen. Gerade in Zeiten, in denen es eine AfD gibt, die mit Hass, Hetze und gezielten Provokationen die Gesellschaft zu spalten versucht und Menschen zu diskriminieren, müssen Gedenkstätten besucht und muss die Erinnerung gepflegt werden. Nur wenn wir über die Geschichte Bescheid wissen, können wir solchen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Menschenfeindliche Ideologien dürfen nie wieder Raum in Deutschland gewinnen“, erklärt Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der Landtagsgrünen und Beauftragter für Gedenkstätten des Landes Baden-Württemberg.

„Gedenkstätten und Erinnerungskultur müssen von Politik und Gesellschaft dauerhaft gefördert werden. Vor allem die Arbeit von Ehren- und Hauptamtlichen in den vielen Lernorten ist von großer Bedeutung. Das kulturelle Gedächtnis von Grab- und Erinnerungsstätten ist ein wichtiger Beitrag für eine friedliche Zukunft unserer Kinder.

Auch der Volksbund engagiert sich mit seinen Workcamps, in denen Tausende junge Menschen aus ganz Europa sich mit der eindringlichen Mahnung zum Frieden beschäftigen“, betont Willi Halder, Landtagsabgeordneter und Vize-Vorsitzender des Bezirksverbands Nordwürttemberg im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Die Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg Muhterem Aras hatte vor wenigen Tagen auf einer Gedenkstättenreise die ehemalige Synagoge in Kippenheim besucht, die Gedenkstätte für Zwangsarbeiter in Haslach im Kinzigtal, das jüdische Museum in Emmendingen, das Blaue Haus in Breisach und das ehemalige Konzentrationslager in Natzwiller (Elsass). Deswegen wurde sie von dem AfD-Abgeordneten Sänze mit rassistischen Äußerungen angegriffen: Sänze spricht der Landtagspräsidentin das Recht ab, sich zur deutschen Geschichte und der Verfolgung von Juden in der Nazizeit zu äußern, weil sie aus Sicht der AfD die falschen, weil anatolischen Eltern hat.

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