alt text

Gemeinschaftsschule in Ketsch hervorragend gestartet

Ketsch. Manfred Kern, Landtagsabgeordneter der Grünen, kam gemeinsam mit Gemeinderätin Annette Läppchen im Rahmen eines Informationsbesuchs in die Neurottschule in Ketsch. Diese ist zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 mit zwei fünften Klassen als Gemeinschaftsschule gestartet. Rund 50 Schülerinnen und Schüler lernen seitdem mit Begeisterung in drei unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten gemeinsam - und dies mit großem Erfolg.

Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, ist überzeugt: „Rektor Joachim Rumold und Konrektorin Martina Rittershofer können stolz sein auf ihre ‚Gemeinschaftsschule mit LernKultur‘. Musik, Tanz, Theater, Film, Foto und Bildende Kunst sind hier feste und unersetzliche Bestandteile des Schullebens.“ Der Rektor berichtete den Gästen vom letzten Projekt: Die bereits zum 14. Mal stattfindende Kulturbühne wurde diesmal als „Classic Lounge“ im Rahmen des SWR-Projekts „Classic Reloaded“ dargeboten. Die Schüler und Lehrer der Neurottschule arbeiteten dafür unter anderem mit der Mannheimer Videokünstlerin Silvia Szabó zusammen. Weitere Kooperationen bestehen mit der Theaterwerkstatt in Heidelberg und der Popakademie in Mannheim. Manfred Kern stimmte mit der Schulleitung überein, dass das kulturelle Profil der Schule ein Alleinstellungsmerkmal sei, für das man sich weiter fortlaufend einsetzen müsse. „Das Engagement der Lehrer hier ist wirklich erstaunlich“, stellte der Abgeordnete erfreut fest und lobte dabei die Kulturbeauftragte der Schule, Frau Rita Weis, und ihre Mitstreiter.

Laut Schulleitung ist der Zulauf zur neuen Gemeinschaftsschule schon jetzt enorm, auch aus umliegenden Gemeinden wie Brühl und Hockenheim kämen zahlreiche Schüler. Neben Wissensvermittlung lege die Schule großen Wert auf die Persönlichkeitsbildung, betonte Joachim Rumold und erläuterte: „Der Frontalunterricht hat ausgedient. Das aktive Lernen, bei dem das Wissen von den Schülern selbst erarbeitet und praktisch angewendet wird, steht bei uns im Vordergrund.“ Dabei sei eine der großen Errungenschaften der Gemeinschaftsschule, dass Schüler in verschiedenen Fächern auf unterschiedlichen Niveaus lernen können. Das Ergebnis: eine stärkere Orientierung an den individuellen Stärken und Schwächen der Schüler und weniger Frust beim Lernen. „Leistungsdifferenzierte Angebote ab der 5. Klasse sind unerlässlich für Realschulen und Gemeinschaftsschulen“, so der Abgeordnete Kern. „Nur so können wir gewährleisten, dass diese Schularten auch tatsächlich allen Schülerinnen und Schülern offen stehen.“
An der Neurottschule können Schüler sowohl den Haupt- als auch den Realschulabschluss machen. Auch auf einen Wechsel aufs Gymnasium nach der zehnten Klasse werden die Schüler bei entsprechender Eignung bestens vorbereitet. Annette Läppchen bedauerte, dass es die Gemeinschaftsschule noch nicht gab, als ihre Kinder im entsprechenden Alter waren. „Gerne hätte ich meine Kinder auf eine Gemeinschafsschule geschickt!“, sagte die Ketscher Gemeinderätin.

Beim Rundgang durch die Neurottschule besuchten Kern und Läppchen auch die beiden fünften Klassen der Gemeinschaftsschule. Zwischen den eifrig und konzentriert lernenden Kindern sitzen auch zwei Inklusions-Schüler. Denn inklusive Beschulung wird hier vollkommen selbstverständlich gelebt. Laut Manfred Kern sei dies leider noch nicht überall eine Selbstverständlichkeit: „Immer wieder hört man von Schulleitern, die sich gegen die Inklusion sperren.“

 

 

Landtagswahlprogramm
http://fluechtlinge.gruene-landtag-bw.de/
www.strassen.gruene-landtag-bw.de
www.bildung.gruene-landtag-bw.de