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Geld für Gedenkstätten aufgestockt

Manfred Kern, MdL: „Fördermittel sollen in nächsten zwei Jahren um insgesamt 308 000 Euro steigen“

Die Landtagsfraktionen haben sich darauf verständigt, mehr Geld für die Arbeit der landesweit 70 Gedenkstätten auszugeben. Darauf einigten sich die Fraktionen von Grüne, CDU, SPD und FDP am Mittwoch bei den Beratungen im Finanzausschuss.

„Es freut mich außerordentlich, dass wir eine höhere Förderung vereinbaren konnten.  Ein Leuchtturm-Projekt ist der neu entstehende Lern- und Gedenkort beim ehemaligen KZ Kislau in Bad Schönborn. Damit stellen wir Grüne unsere Verantwortung für Vergangenheit und Zukunft unter Beweis und unterstützen die vorbildliche ehrenamtliche Arbeit der Helferinnen und Helfer“, sagte der Schwetzinger Grünen-Abgeordnete Manfred Kern am Mittwoch (22. November) in Stuttgart.

Besonders profitieren von den bereitgestellten Mitteln die Gedenkstätten Grafeneck in Gomadingen,  das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg in Ulm und der Lernort Kislau. In den nächsten beiden Jahren erhalten sie für ihren Betrieb vom Land jeweils 140 000 Euro. Mehr als 600 000 Euro gehen außerdem an andere einzelne Einrichtungen, Gedenkstätten und -Verbünde. Damit steigt der Etat für Gedenkstätten-Projekte in den nächsten beiden Haushaltsjahren 2018 (1,03 Millionen Euro) und 2019 (941 000 Euro) im Vergleich zum laufenden Jahr (2017: 832 000 Euro) um insgesamt 308 000 Euro.

Manfred Kern, zuständig für Gedenkstätten in der Grünen-Fraktion, sagte weiter: „In diesen politisch unruhigen Zeiten sind Gedenkstätten wichtiger denn je. Sie erinnern uns daran, unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte nicht für selbstverständlich zu halten. Sie mahnen uns, sie gegen Extreme mit aller Kraft zu verteidigen“. Heute sei mehr politische Bildung nötig, um das Demokratieverständnis wieder zu stärken.

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