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Kultur muss allen Menschen zugänglich sein

Kulturparkett erhält 9.800 Euro Landesförderung für politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten.

Wer von Armut bedroht ist, hat nur eingeschränkte politische und gesellschaftliche Teilhabechancen. Dies geht aus dem im Juli 2019 veröffentlichten GesellschaftsReport BW „Politische und gesellschaftliche Teilhabe von Armutsgefährdeten“ hervor. Hier will die Landesregierung gegensteuern und fördert nun in einem ersten Schritt konkrete Projekte, die sich für die politische und gesellschaftliche Teilhabe von armutsgefährdeten Menschen einsetzen mit rund 71.000 Euro. Davon gehen 9.800 Euro an das Kulturparkett Rhein-Neckar e. V. für seine aktive und regelmäßige Einbindung von interessierten Kulturpass-Inhaber*innen als „Kultiplikatoren“ in die soziale Kulturvermittlung des Kulturparketts und die Motivierung und Aktivierung von armutsbetroffenen bzw. armutsgefährdeten Menschen. Der Verein ist nicht nur in Mannheim und Heidelberg aktiv, sondern unterhält seit mehr als zwei Jahren auch in Schwetzingen ein Büro.

„Die Teilhabe an Kunst und Kultur sowie am politischen und gesellschaftlichen Leben muss allen Menschen möglich sein – ohne Einschränkung und Stigmatisierung und unabhängig von Einkommen oder sozialem Status“, betont Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg.

Die Projektförderung resultiert aus dem Förderaufruf des Sozialministeriums „Politische und gesellschaftliche Teilhabechancen trotz Armutsgefährdung“, der direkt nach Vorliegen der Ergebnisse des Gesellschaftsreports gestartet wurde.

Mit den Projekten sollen die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen in Baden-Württemberg unabhängig von Einkommen und Sozialstatus gestärkt und Ausgrenzung überwunden werden. Armutsgefährdete Menschen sollen entsprechend ihren Interessen und Fähigkeiten beteiligt und der gegenseitige Austausch und die Vernetzung gefördert werden.