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11.5.2012

„Fabrik A“ kann starten

Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) erhält Zuschuss vom Integrationsministerium - TV-Magazin für Menschen mit türkischem Migrationshintergrund

Mit gut 400 000 Euro fördert das baden-württembergische Integrationsministerium das deutsch-türkische TV-Projekt „Fabrik A“, das vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe produziert wird. Damit steht das Projekt auf soliden finanziellen Beinen, die Macher des Magazins können mit der Produktion loslegen.

Bereits im November 2011 hat sich der Integrationsausschuss des Landtags für eine anteilige Förderung von „Fabrik A“ ausgesprochen. Umso mehr freut sich Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und Mitglied des Integrationsausschusses, nun über die aktuelle Zusage aus dem Ministerium: „Damit setzt die Regierung ein wichtiges Zeichen“, sagt Kern. „Uns ist es außerordentlich wichtig, Menschen mit Migrationshintergrund gerade im Bereich Bildung und Arbeit zu fördern.“

Ziel des TV-Magazins ist es, Bildungsbarrieren bei türkischsprachigen Migranten zu überwinden. Die 25-minütigen TV-Spots werden im privaten türkischen Fernsehen europaweit ausgestrahlt und vermitteln einen Einblick in das deutsche, insbesondere das baden-württembergische Ausbildungs- und Beschäftigungssystem. Aber auch der interkulturelle Dialog soll nicht zu kurz kommen; deshalb gehören auch Themen wie Wertevorstellung, Geschlechtergleichstellung, deutsche Alltagskultur oder soziale Konventionen zum Programm. Ganz nebenbei soll dabei auch noch die deutsche Sprache vermittelt werden, alle Sendebeiträge werden mit Untertiteln ausgestrahlt. Manfred Kern, der das Projekt von Anfang an befürwortet und unterstützt hat, betont: „Auf diesem Weg können auch türkischsprachige Familien angesprochen werden, zu denen auf andere Weise nur schwer Zugang besteht.“  Zudem wird es eine zweisprachige interaktive Internetausgabe der Sendung geben, „um auch die jungen Menschen anzusprechen, die weniger fernsehen und sich mehr im world wide web bewegen", so Kern.

Das Magazin erhält nach Auskunft des Projektleiters Dr. Michael Mangold außerdem Zuschüsse vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und von Europäischen Integrationsfonds. Mit der Ausstrahlung soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

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