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Grußwort bei der Jahreshauptversammlung der Blasmusik Plochingen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedanke mich für die Einladung zu Ihrer diesjährigen Landesversammlung und freue mich sehr, heute zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich darf Ihnen an dieser Stelle die Grüße unseres Ministerpräsidenten und meines Fraktionsvorsitzenden Andreas Schwarz ausrichten.

Wie Sie vielleicht wissen, bin ich selbst aktiver Musiker im BVBW; vor nicht allzu langer Zeit erhielt ich die diamantene Ehrennadel für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass uns die musikalische Bildung unserer Jugend ein echtes Anliegen ist.

Kunst und Kultur sind der Kitt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das gilt insbesondere für die Musik, weil sie Menschen über alle Grenzen – seien es nationale, soziale oder Sprachgrenzen – hinweg verbindet. Damit eng verbunden ist die kulturelle, besonders die musikalische, Bildung unserer Jugend. Sie trägt – und das ist mir wichtig – zur Persönlichkeitsentwicklung bei, vermittelt Werte, fördert die Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit und vieles mehr.

Ich hatte vor einem Jahr das Glück, das Thema Kultur bei den Koalitionsverhandlungen vertreten zu dürfen. Dabei durfte ich mit Freude feststellen, dass die Amateurmusik nicht nur mir und uns Grünen ein Anliegen ist, sondern auch unserem Koalitionspartner.
Schnell waren wir uns über den Stellenwert der musikalischen Jugendbildung und die Bedeutung der von den Verbänden betriebenen Ausbildungseinrichtungen einig.

Uns allen, die wir heute hier und heute zusammengekommen sind, ist ein großer Stein vom Herzen gefallen: Die Finanzierung des Baus einer Akademie in Plochingen ist gesichert!

Mir war es wichtig – und ich glaube, das ist auch in Ihrem Sinne – dass das Land Baden-Württemberg dafür Sorge getragen hat, dass es keine Benachteiligung des mit dem BVBW verschwisterten Verbandes BDB gibt, der seine Akademie in Staufen renovieren muss.

Das neue Musikzentrum in Plochingen wird als Sitz des Landesmusikverbandes allen Sparten der Amateurmusik eine Heimat bieten. Dank der Koordination zwischen Blasmusikern, Chorverbänden, Harmonika- und Zupfinstrumentenspielern wird es gelingen, dass die Landesmittel allen Amateurmusikern im Land zugutekommen. Schließlich – und ich denke, da stimmen Sie mit mir überein – sollen die Jugendlichen aller Musiksparten Zugang zu guten Ausbildungseinrichtungen erhalten.

Neue Räume mit neuen Möglichkeiten – auch die Blasmusikverbände im Nordwesten des Landes, die wegen des Wegfalls ihrer liebgewonnenen Akademie in Kürnbach (ich habe dort selbst schon als junger Musiker mehrere Lehrgänge besucht) nun weitere Wege in Kauf nehmen müssen, werden letztlich profitieren.

Leider wurde für die zahlreichen Schulorchester und Bläserklassen der nordbadischen Region noch kein adäquater Ersatz gefunden. Ich bin aber zuversichtlich, dass das zuständige Kultusministerium hier alsbald eine Lösung finden wird.

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst war und ist sich seiner Verantwortung für die Amateurmusik wohl bewusst. Neben den Baumaßnahmen gehört dazu auch die fortlaufende Professionalisierung von Ausbildung und Orchesterleitung in den Vereinen. Ich will mich deshalb auch weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Dirigentenpauschalen stufenweise angehoben werden.

Insgesamt sehe ich nach alldem die Amateurmusik im Land gut aufgestellt.

Ich danke Ihnen, den ehrenamtlichen Verantwortlichen in den Vereinen und Verbänden, für Ihre großartige Tätigkeit im Dienste der Musik. Ich freue mich gemeinsam mit Ihnen und den jungen Menschen in den Vereinen über die gute Entwicklung, die die Blasmusik in der Vergangenheit genommen hat und blicke mit großer Zuversicht in die Zukunft. Lassen Sie uns zusammen daran arbeiten!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche der Versammlung einen guten Verlauf.