Zur Person:
Ich bin 53 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. Von Beruf bin ich Landtagsabgeordneter, daneben Steuerberater und Vereidigter Buchprüfer.
Geboren wurde ich in Mannheim, später zog ich mit meinen Eltern und meinen vier Geschwistern nach Schwetzingen und anschließend nach Brühl.
Studienbedingt lebte ich in Darmstadt und Worms, bis ich mit meiner Frau nach Hockenheim und dann erneut nach Schwetzingen zog, wo wir seit über 20 Jahren zuhause sind.
Seit ich denken kann, empfinde ich eine große Liebe zur Musik im Allgemeinen und zum Gesang im Besonderen. Nach den ersten Jahren im Kinderchor des Mannheimer Nationaltheaters brachte ich mir das Gitarrespielen bei und machte in verschiedenen Tanzcombos mit. Viele Jahre lang sang ich im Schwetzinger Kammerchor Quatro Forte, seit einigen Jahren mache ich beim Heidelberger HardChor mit, und nebenbei singe und spiele ich ab und an solistisch Jazz.
Ich bin sehr interessiert an der Völkerverständigung und habe entsprechend viele internationale Kontakte.
Ehrenamtliches Tun halte ich für eine Bürgerpflicht. In meinem Fall führte dies zur Tätigkeit als Stadtrat in Schwetzingen und anschließend als Kreisrat im Rhein-Neckar-Kreis sowie zur Vorstandstätigkeit in verschiedenen kulturell engagierten Vereinen.
Ausbildung und Beruf:
Nach dem Abitur studierte ich zuerst Architektur, anschließend Verkehrswesen und Touristik mit dem Abschluss Diplom-Betriebswirt (FH). Danach wechselte ich ins Steuerfach und absolvierte nach der erforderlichen Praxiszeit die Prüfung zum Steuerberater und zum Vereidigten Buchprüfer. Von 1990 bis 2010 war ich in eigener Praxis tätig.
Zum Jahresbeginn 2011 nahm ich einen Partner auf. Seither firmiert meine Kanzlei unter dem Namen "Kern und Partner". Ich bin sehr froh, die Verantwortung für das Büro teilen zu können. Ich selbst komme aufgrund der starken zeitlichen Belastung kaum noch dazu, meinem früheren Hauptberuf nachzugehen.
Politischer Werdegang:
Schon mein Elternhaus war geprägt von einer kritischen Haltung zur Politik der CDU-Landesregierung. Als Landesbeamter hatte es mein Vater nicht leicht, aber er behielt seine Einstellung bis zum Schluss. Derart vorbelastet wurde ich in meiner Schulzeit zum Mitbegründer einer Schülerbasisgruppe, die sich die Aufgabe gestellt hatte, einen Gegenpol zur von der Schulleitung offen geförderten, CDU-nahen Schülerunion zu bilden. So wurde ich 1975 zum Schülersprecher des Hebel-Gymnasiums in Schwetzingen gewählt.
Unter Willy Brandt wurde ich Mitglied der SPD, was aber endete, als ich 1980 in Brühl mithalf, mittels der neu gegründeten grün-alternativen Liste die dort herrschende Kungelei zwischen SPD und CDU aufzubrechen. Leider wurde seinerzeit der von uns nominierte und von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Harald Kemptner schon nach kurzer Zeit von der damals recht starken SPD absorbiert.
Aus verschiedenen Gründen war ich politisch nicht mehr aktiv, bis die Grünen im Jahr 1998 Regierungsverantwortung im Bund übernahmen. Ich trat offiziell in die Partei ein und wurde 1999 in Schwetzingen in den Gemeinderat gewählt.
Meine kritische Haltung zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und die meiner Ansicht nach mangelhafte Einbindung der Parteibasis in die Entscheidungsprozesse führten dann zu meinem Austritt aus der Partei. Erst im Jahr 2006, als es um die Verhinderung der Wiederwahl des Schwetzinger CDU-Bürgermeisters Kappenstein ging, trat ich erneut den Grünen bei.
Im Jahr 2009 konnte ich als nach langer Zeit erster Grüner im Wahlkreis Schwetzingen in den Kreistag einziehen, wo ich die Fraktion im Ausschuss für Umwelt und Verkehr und im Aufsichtsrat der AVR GmbH vertreten habe. Nach wie vor bin ich Mitglied der Kulturkommission des Rhein-Neckar-Kreises. Meine Tätigkeit als Stadtrat gab ich wegen der hohen zeitlichen Belastung seinerzeit auf.
Seit dem 27. März 2011 bin ich Landtagsabgeordneter. Ich bin kulturpolisischer Sprecher der Grünen im Landtag und dort auch Ansprechpartner für die Denkmalpflege und den Erhalt und die Einrichtung von Gedenkstätten.
...und wie steht's mit der Religion?
Neben dem Christentum interessieren mich auch andere Religionen und Weltanschauungen. Ich habe festgestellt, dass es in nahezu allen Religionen den Wunsch bzw. die Aufforderung gibt, die Natur als Schöpfung Gottes zu bewahren.






